Städtischer Friedhof

Mit der Verzehnfachung der Einwohnerzahl im Zuge der Industriellen Revolution auf etwa 200.000 von 1830 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stieß man mit den bisherigen Begräbnismöglichkeiten an die Grenze. So entstand der große städtische Zentralfriedhof in Chemnitz-Reichenhain.
Seine Weihe fand 1874 durch den Chemnitzer Vizebürgermeister Robert Vetters (1825–1895) statt. Im Anschluss an die Zeremonie erfolgte auf Kosten der Stadtverwaltung die erste Beerdigung.
Ein Besuch des Städtischen Friedhofs gleicht einer Zeitreise in die Vergangenheit des 19. Jahrhunderts. Viele historische Grabanlagen bedeutender Chemnitzer Persönlichkeiten, wie Richard Hartmann, die reich verzierten Grabmale Chemnitzer Bürger aber auch Denkmale für Kriegsopfer der beiden Weltkriege zeugen vom Reichtum bzw. der bewegten Vergangenheit der Stadt. Viele dieser Grabanlagen in der parkähnlichen Anlage haben eine eigene Geschichte zu erzählen.